Mozart in der Mongolei: Die Zauberflöte in Ulaanbaatar

Im Jänner 2026 kehrte Matthias Fletzberger für eine intensive Arbeitsphase nach Ulaanbaatar zurück. Im Zentrum standen zwei Aufführungen von Mozarts Die Zauberflöte am 24. und 25. Jänner – als Höhepunkt einer mehrwöchigen Zusammenarbeit mit Sänger:innen und Orchestern der mongolischen Opern- und Konzertszene.

Die Mongolei ist für Fletzberger längst kein unbekanntes Terrain. Die Zusammenarbeit mit den dortigen musikalischen Institutionen hat sich über mehrere Jahre entwickelt. Bereits 2025 berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MONTSAME über seine Arbeit mit Künstler:innen der Staatsoper, der Mongolischen Staatsphilharmonie und des Konservatoriums sowie über von ihm geleitete Workshops und Proben.

Mozart als Mittelpunkt

Im Jänner 2026 wurde diese Zusammenarbeit nochmals intensiviert. Neben insgesamt 19 Orchesterproben arbeitete Fletzberger in acht Workshops mit Sänger:innen der Oper. Im Zentrum stand Mozarts Die Zauberflöte, die am 24. und 25. Jänner in Ulaanbaatar aufgeführt wurde.

Gerade für Fletzbergers Arbeit als Operndirigent verbindet Mozart zwei wesentliche Aspekte: die präzise Arbeit mit dem Orchester und das unmittelbare, flexible Begleiten der Stimmen. Die intensive Probenphase bot dabei die Möglichkeit, nicht nur eine Produktion zu erarbeiten, sondern die über Jahre entstandene musikalische Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.

Österreichisch-mongolischer Musikdialog

Die beiden Opernabende waren Teil eines größeren österreichisch-mongolischen Musikprojekts anlässlich des 270. Geburtstags Wolfgang Amadeus Mozarts. Bereits am 17. Jänner dirigierte Fletzberger ein Neujahrskonzert; abgeschlossen wurde die Arbeitsphase am 27. Jänner – Mozarts Geburtstag – mit einem Festkonzert der Mongolischen Philharmonie. Auf dem Programm standen unter anderem die Ouvertüre zu Così fan tutte, das Fagottkonzert KV 191 und die „Linzer“ Symphonie Nr. 36.

Damit wurde der Aufenthalt weit mehr als ein einzelnes Gastdirigat. Oper, Konzert, Workshops und intensive Probenarbeit verbanden sich zu einem musikalischen Austausch zwischen Österreich und der Mongolei, der die bereits bestehende Zusammenarbeit weiter vertiefte.