Neujahrskonzert im Teatro Vittorio Emanuele Messina: mitreißend und außergewöhnlich 1

Das bewegende Neujahrskonzert im Vittorio Emanuele begann mit dem Cello-Solo der Ouvertüre zu „Guglielmo Tell“. Oder besser gesagt, „die wunderschöne Reise, die wir gemeinsam unternehmen werden“, wie Maestro Matthias Fletzberger es definierte, als er sich dem bis auf dem letzten Platz gefüllten Theater vorstellte.

Talentiert und leidenschaftlich in der Leitung des Orchesters, empathisch und äußerst sympathisch gegenüber den Zuschauern, war er der unbestrittene Protagonist der Bühne. Mit seiner Erzählstimme, in perfektem Italienisch mit Wiener Akzent, spannte er einen magischen roten Faden, der den Abend mit jener Leichtigkeit und Freude erfüllte, die ein klassischer Jahresauftakt seinem Publikum schenken sollte.

Matthias Fletzberger, ein großer Liebhaber der deutschen Romantik, hat sich intensiv mit Operetten, Walzern und Polkas beschäftigt und deren Geschichte sowie Besonderheiten erzählt, sodass sie noch besser zu genießen waren. Und das Messina-Orchester, so souverän von ihm geleitet, zeigte bereits ab den ersten Tönen eine großartige Leistung.

Am Ende ein begeistertes Publikum, das alle Protagonisten dieses wunderbaren Abends immer wieder auf die Bühne zurückrief und mit Applaus überschüttete.