Matthias FletzbergerMatthias Fletzberger gilt als „Künstler der ersten Reihe“ und als Spezialist für die deutsche Romantik. Besonders geschätzt wird seine profunde Kenntnis der Werke von Wagner und Strauss.

Zuletzt dirigierte er bei den Weinviertler Festspielen im August 2020 Wagners „Tristan und Isolde“ (u.a. mit Martina Serafin, Hermine May Günther Groissböck/René Pape, Thomas Johannes Mayer), davor war er an der Nationaloper Sofia zur Vorbereitung einer neue Produktion von Richard Strauss „Elektra“.

Als Dirigent feierte er in den letzten Jahren große Erfolge in Amerika (New York / Lincoln Center, Los Angeles /Walt-Disney Hall, Montreal, Toronto, Vancouver, etc.) Fernost (Bunka Kaikan Tokyo, Seoul Arts Center, NCPA Peking, Oriental Art Center Shanghai), aber auch in Europa (Staatsoper Prag, Philharmonie Sofia, Wiener Musikverein). In Seoul war er 2018-19 künstlerisch-administrativer Leiter und Dirigent des ersten „Ring des Nibelungen“ in Korea (Regie: Achim Freyer).

Bereits früh erregte sein musikalisches Talent Aufmerksamkeit, mit 5 Jahren war er einer der jüngsten Studenten aller Zeiten an der Wiener Musikuniversität. Als Preisträger bedeutender Wettbewerbspreise (u.a. Busoni/Bozen 1984, Rubinstein/Tel Aviv 1986, Maria Callas/Athen 1988, Bösendorfer / Wien 1989) führte ihn eine intensive Konzerttätigkeit als Pianist mit rund 1.000 Auftritten in nur 5 Jahren rund um die Welt auf alle Kontinente.

Motiviert durch Rolf Liebermann und Elisabeth Schwarzkopf und ausgebildet von Ferdinand Leitner und Carl Melles wandte er sich dem Dirigieren zu. Rasch folgten erste Erfolge als Dirigent  bei den Wiener Festwochen („Die Zauberflöte“ 1991 und „Die schöne Helena“ 1993 wurden per Eurovision in ganz Europa übertragen). Weitere Engagements folgten an der Prager Staatsoper sowie am Theater St. Gallen (Schweiz).

Nach einer10-jährigen Auszeit kehrte Matthias Fletzberger im Jahr 2010 zunächst als Pianist und bald auch wieder als Dirigent auf die Opern und Konzertbühnen der Welt zurück.

Im Jahr 2011 erschien das CD/DVD-Album „Violin in Motion“ bei der „Deutsche Grammophon“ sowie in Folge zwei weitere Alben bei Preiser Records, darunter die Erstaufnahme der 2. Violinsonate von Joseph Marx. Hochgeschätzt ist auch seine Arbeit mit Sängern wie Daniela Fally, Elina Garanca, Ramon Vargas, Andreas Schager, Benjamin Bruns , Thomas Hampson oder Daniel Schmutzhardt sowie seine Auftritte als Pianist und Kammermusiker.

Besonders hervorgehoben wird von Orchestern, Publikum und Kritik seine Fähigkeit, die Werke der deutschen Romantik authentisch und vielfarbig zu erarbeiten und so Orchester in kürzester Zeit zu erstaunlichen Leistungen zu führen.